LED-Beleuchtung für Kletter- und Boulderhallen
An der Kletterwand zählt nicht nur das Licht am Boden: Griffe und Tritte müssen auch beim Blick nach oben und zur Seite gut zu erkennen sein. Die DIN EN 12193 nennt für Kletterhallen deshalb horizontal und vertikal dieselben Werte: 200 lx für Training und Freizeit, 300 lx für mittleres Wettkampfniveau und 500 lx für den Hochleistungssport. Ebenso wichtig sind gleichmäßiges Licht und die richtige Lichtrichtung.
Stand:
Kletterhalle anfragenWorauf es an der Wand ankommt
Jede Wand gleichmäßig ausleuchten
Jede Wand sollte ohne große Helligkeitsunterschiede ausgeleuchtet sein.
Griffe und Tritte plastisch zeigen
Das richtige Verhältnis von diffusem und gerichtetem Licht macht Griffe und Tritte deutlich erkennbar.
Schlagschatten vermeiden
Licht von der Seite und von oben verhindert, dass Kletterer starke, störende Schlagschatten auf die Wand werfen.
Vertikale Werte mitrechnen
Für Kletterhallen gilt neben dem horizontalen auch ein vertikaler Wert in gleicher Höhe.
Lichtfarbe und Farbwiedergabe
Für einen naturnahen Eindruck empfiehlt licht.de eine tageslichtähnliche Lichtfarbe und mindestens Ra 80.
blendarm
geplant
Blendung beim Blick nach oben
Kletterer schauen ständig nach oben und zu seitlich liegenden Griffen. Dabei dürfen sie nicht geblendet werden. Anordnung und Abschirmung der Leuchten gehören deshalb für jede Wand in die Planung.
- Anordnung
- Lichtrichtung
- Abschirmung
Licht nach Spielniveau
| Mittlere Beleuchtungsstärke | Spielniveau | Beleuchtungsklasse | Gleichmäßigkeit | Blendwert |
|---|---|---|---|---|
| 200lx | Training, Freizeitklettern, einfache Wettkämpfe | Klasse III | U 0,5 | |
| 300lx | Wettkämpfe auf mittlerem Niveau, Leistungstraining | Klasse II | U 0,6 | |
| 500lx | Hochleistungssport | Klasse I | U 0,7 |
Was bedeuten die Werte?
Lux sagt, wie viel Licht auf dem Spielfeld ankommt. Die Gleichmäßigkeit zeigt, wie gleichmäßig es verteilt ist, der Blendwert, wie stark die Strahler blenden.
MehrWeniger
Beleuchtungsstärke (lx): Wie viel Licht auf eine Fläche fällt. 1 lx entspricht 1 Lumen je Quadratmeter. Für Sportstätten wird meist die mittlere horizontale Beleuchtungsstärke auf dem Spielfeld angegeben.
Gleichmäßigkeit (U): Kleinste geteilt durch mittlere Beleuchtungsstärke. Je näher der Wert an 1 liegt, desto gleichmäßiger ist das Licht.
Blendwert (GR): Bewertet bei Anlagen im Freien, wie stark die Strahler blenden, auf einer Skala von 10 (keine Blendung) bis 90 (unerträgliche Blendung).
Auch Notbeleuchtung nötig?
Bei Bedarf bekommen Sie die Notbeleuchtung für Ihre Anlage über unsere Schwestermarke NOTLUX.
Zu NOTLUXHäufige Fragen
Wie viel Lux braucht eine Kletterhalle?
Nach DIN EN 12193 sind es 200 lx in Klasse III, 300 lx in Klasse II und 500 lx in Klasse I, jeweils horizontal und vertikal. Die Gleichmäßigkeit liegt bei 0,5, 0,6 und 0,7.
Welche Klasse passt zu unserer Halle?
Klasse III umfasst allgemeines Training, Freizeitsport und einfache Wettkämpfe meist ohne Zuschauer. Klasse II gilt für Wettkämpfe auf mittlerem Niveau und Leistungstraining, Klasse I für Hochleistungswettkämpfe und Hochleistungstraining.
Gilt das auch für eine Boulderhalle?
Griffe, Tritte und Schatten verlangen dort die gleiche Aufmerksamkeit, planen Sie Boulderwände deshalb wie Kletterwände und legen Sie die Werte vorab fest.
Regelt die DIN EN 12572 auch das Licht?
Die Normenreihe legt sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren für künstliche Kletteranlagen und Boulderwände fest. Für das Licht ist die DIN EN 12193 die passende Grundlage.
Was sollte die Lichtberechnung zeigen?
Horizontale und vertikale Beleuchtungsstärke, die Gleichmäßigkeit und die Lage der Leuchten zu den Wänden. Stimmen Sie den Wartungsfaktor zu Beginn der Planung zwischen Planer und Betreiber ab.
Was gilt bei Fernsehübertragungen?
Die Richtlinie des internationalen Kletterverbands IFSC für Übertragungen nennt idealerweise gleichmäßige 1.000 bis 1.500 lx über Bühne und Wände. Für eine Trainings- oder Vereinshalle ist das nicht der Maßstab.
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