
Lichtanforderungen für Tennisplätze nach Liga
Die DIN EN 12193 teilt die Beleuchtung von Sportstätten in drei Klassen: Klasse I für Wettkämpfe auf hohem Niveau (national und international), Klasse II für regionale und lokale Wettkämpfe, Klasse III für einfache Wettkämpfe, Training, Schul- und Freizeitsport. Welche Klasse eine Liga braucht, hängt von der Einstufung des Wettkampfs und gegebenenfalls von Vorgaben des Verbands ab. Für Tennis im Freien sind das mindestens 500, 300 und 200 lx, in der Halle 750, 500 und 300 lx.
Von Leon Weber, Key Account Manager Sport · Stand:
Übersicht nach Liga
Die Norm ordnet Beleuchtungsklassen nach Wettbewerbsniveau zu: international Klasse I, regional Klasse I oder II, lokal Klasse I, II oder III, Training Klasse II oder III, Schul- und Freizeitsport Klasse III. Unterhalb der Regionalliga heißen die Ligen je nach Landesverband unterschiedlich. Verbandsvorgaben können abweichen.
| Liga / Niveau | Beleuchtungsklasse (DIN EN 12193) | Außen | Halle | ||
|---|---|---|---|---|---|
| lx | U | lx | U | ||
| 1. und 2. Bundesliga | I | 500 | 0,7 | 750 | 0,7 |
| Regionalliga | II oder I | 300 | 0,7 | 500 | 0,7 |
| Oberliga, Verbandsliga, Landesliga | II oder I | 300 | 0,7 | 500 | 0,7 |
| Bezirks- und Kreisliga | III bis I | 300 / 200 | 0,7 / 0,6 | 500 / 300 | 0,7 / 0,5 |
| Training | III oder II | 200 / 300 | 0,6 / 0,7 | 300 / 500 | 0,5 / 0,7 |
| Schul- und Freizeitsport | III | 200 | 0,6 | 300 | 0,5 |
lx = mittlere horizontale Beleuchtungsstärke (außer Ecam), U = Gleichmäßigkeit (Emin/Em), GR = Blendungsbewertung. Mindestwerte nach DIN EN 12193, sofern nicht anders angegeben.
Was bedeuten die Werte?
Lux sagt, wie viel Licht auf dem Spielfeld ankommt. Die Gleichmäßigkeit zeigt, wie gleichmäßig es verteilt ist, der Blendwert, wie stark die Strahler blenden.
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Beleuchtungsstärke (lx): Wie viel Licht auf eine Fläche fällt. 1 lx entspricht 1 Lumen je Quadratmeter. Für Sportstätten wird meist die mittlere horizontale Beleuchtungsstärke auf dem Spielfeld angegeben.
Gleichmäßigkeit (U): Kleinste geteilt durch mittlere Beleuchtungsstärke. Je näher der Wert an 1 liegt, desto gleichmäßiger ist das Licht.
Blendwert (GR): Bewertet bei Anlagen im Freien, wie stark die Strahler blenden, auf einer Skala von 10 (keine Blendung) bis 90 (unerträgliche Blendung).
Lichtanforderung Tennis Bundesliga
Bundesligaspiele sind nationale Wettkämpfe und fallen damit in Klasse I: im Freien mindestens 500 lx bei einer Gleichmäßigkeit von 0,7, in der Halle 750 lx bei 0,7.
In der 1. und 2. Bundesliga wird vor Zuschauern gespielt, oft mit Videoaufzeichnung oder Übertragung. Neben der horizontalen Beleuchtungsstärke auf dem Platz zählen dann auch die vertikale Beleuchtungsstärke in Richtung Kamera, Flimmerfreiheit und Farbwiedergabe.
Klären Sie früh, ob Verband oder Übertragungspartner eigene Vorgaben machen. Diese gehen oft über die Norm hinaus und bestimmen Anzahl, Position und Leistung der Strahler.
Für hohe Anforderungen ab etwa 500 lx gibt es den STL1500.
Lichtanforderung Tennis Regionalliga
Die Regionalligen (Nord-Ost, West, Süd-West, Süd-Ost) bilden den Unterbau der Bundesligen. Für regionale Wettbewerbe lässt die DIN EN 12193 Klasse I oder II zu. Mindestens sind das Klasse II: im Freien 300 lx bei einer Gleichmäßigkeit von 0,7, in der Halle 500 lx bei 0,7.
Sinnvoll sind deshalb zwei Lichtszenen: volle Leistung für Ligaspiele, gedimmt für Training. Die Strahler der Serie 12 sind über 0–10 V dimmbar.
Lichtanforderung Tennis Oberliga, Verbandsliga und Landesliga
Unterhalb der Regionalliga organisieren die Landesverbände den Spielbetrieb, mit Oberligen sowie Landes- oder Verbandsligen. Für regionale Wettbewerbe gilt mindestens Klasse II: im Freien 300 lx bei 0,7.
Im Mannschaftsspiel laufen mehrere Plätze gleichzeitig. Alle Wettkampfplätze brauchen dann dieselbe Lichtqualität, damit kein Platz benachteiligt ist. Jeder Platz bleibt trotzdem einzeln schaltbar.
Lichtanforderung Tennis Bezirks- und Kreisliga
Für lokale Wettbewerbe lässt die DIN EN 12193 die Klassen I, II oder III zu. Meist ist das Klasse III (200 lx) oder Klasse II (300 lx). Entscheidend sind die Vorgaben Ihres Landesverbands.
In den unteren Ligen steht meist die Frage im Vordergrund, ob sich die Bestandsanlage umrüsten lässt. Vorhandene Masten können oft weiter genutzt werden, wenn Statik und Tragfähigkeit passen.
Mit Ihren Angaben zum Bestand berechnen wir die Lichtverteilung mit echten Leuchtendaten und zeigen, was die Umrüstung auf LED bringt.
Lichtanforderung für Training, Schul- und Freizeitsport
Für Training sieht die DIN EN 12193 Klasse II oder III vor, für Schul- und Freizeitsport Klasse III. Im Freien sind das 300 lx (U 0,7) bzw. 200 lx (U 0,6), in der Halle 500 lx (U 0,7) bzw. 300 lx (U 0,5).
Auch hier gilt: gleichmäßig über das ganze Feld und keine Blendung in Blickrichtung. Ein schwaches, ungleichmäßiges Licht ist beim Training genauso störend wie im Wettkampf.
Tennishalle: andere Werte, ballwurfsichere Leuchten
In der Halle liegen die Werte höher: Klasse I 750 lx, Klasse II 500 lx, Klasse III 300 lx. Unsere Hallenstrahler der Serie 07 sind ballwurfsicher. Damit Spieler bei hohen Bällen nicht geblendet werden, werden die Leuchten seitlich entlang des Platzes angeordnet.
Häufige Fragen
Welche Beleuchtungsklasse braucht die Tennis-Regionalliga?
Für regionale Wettbewerbe lässt die DIN EN 12193 Klasse I oder II zu. Mindestens gilt Klasse II: im Freien 300 lx bei einer Gleichmäßigkeit von 0,7, in der Halle 500 lx bei 0,7. Ob der Verband mehr verlangt, klären wir für Ihre Anlage.
Reicht für die Kreisliga eine Trainingsbeleuchtung?
Für lokale Wettbewerbe lässt die Norm Klasse I, II oder III zu, für Training Klasse II oder III. Eine reine Trainingsbeleuchtung nach Klasse III (200 lx) kann reichen, wenn der Verband nichts anderes vorschreibt. Wir klären das vor der Planung.
Kann eine Anlage für Training und Wettkampf geplant werden?
Ja. Die Anlage wird für die höhere Anforderung ausgelegt und für das Training gedimmt. Die Strahler der Serie 12 sind über 0–10 V dimmbar.
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